Zukünftige Laufhöfe für ökologische Mastschweine sollen sowohl den Schweinen als auch der Umwelt zugutekommen
Økologisk NuVon: Linda Rosager Duve, Kommunikationsmitarbeiterin, Innovationszentrum für ökologische Landwirtschaft Ökologische Mastschweine haben das ganze Jahr über Zugang zu einem Auslauf, und es besteht großes Potenzial, diesen zu verbessern. Ein Auslauf besteht typischerweise aus einer Betonfläche, bei der mindestens die Hälfte der Fläche festes Bodenmaterial hat und der Rest Gitterrostflächen. Der Auslauf ist meist teilweise überdacht, sodass die Schweine die Möglichkeit haben, nach draußen zu gehen, frische Luft und Tageslicht zu genießen und gleichzeitig trocken zu bleiben. Der Auslauf dient sowohl als Aufenthalts-, Ruhe- und Aktivitätsbereich, aber die Schweine nutzen möglicherweise nicht alle Bereiche so, wie es vorgesehen ist. Das kann bedeuten, dass sie an denselben Stellen ruhen, scharren und gären, was sowohl das Tierwohl beeinträchtigen als auch das Risiko der Ammoniakverdampfung erhöhen kann. Die zukünftige Gestaltung des Auslaufs soll stärker darauf ausgerichtet sein, dass die Schweine natürlich verschiedene Bereiche für Ruhe, Aktivität und Gärung wählen. Dies kann sowohl das Tierwohl stärken als auch die Umweltbelastung verringern. Aber wie optimieren wir den Außenbereich, damit er besser den Bedürfnissen der Schweine entspricht, und wie motivieren wir die Schweine, das Areal richtig zu nutzen? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Workshops, der kürzlich vom Innovationszentrum für ökologische Landwirtschaft im Projekt PENMAP veranstaltet wurde, bei dem Forscher, ökologische Mastschweineproduzenten und Berater gemeinsam die zukünftige Gestaltung des Auslaufs entwickeln sollen. Die Teilnehmer des Workshops brachten eine Vielzahl von Ideen ein, wie der Auslauf so gestaltet werden kann, dass er das natürliche Verhalten der Schweine unterstützt, die Umwelt berücksichtigt und gleichzeitig für die Produzenten handhabbar bleibt. Der Außenbereich soll die Schweine nach draußen einladen Wie bereits erwähnt, haben ökologische Mastschweine Zugang zu einem Auslauf, aber die Gestaltung ist entscheidend dafür, wie die Schweine ihn nutzen. Ein zentrales Ergebnis des Workshops war, dass der Auslauf für die Schweine intuitiv erkennbar machen soll, wo sie ruhen, aktiv sein und gären können. Wenn es gelingt, die verschiedenen Verhaltensmuster zu trennen, kann dies sowohl das Tierwohl verbessern als auch die Ammoniakverdampfung aus dem Auslauf leichter begrenzen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Lösungen nicht nur die Gärung in den Stall verlagern. Die Bedürfnisse der Schweine ändern sich mit den Jahreszeiten Die Diskussion im Workshop führte zu dem Schluss, dass Schatten, Belüftung, Sprühnebel und andere Kühlmöglichkeiten im Sommer entscheidend sind, während Schutz und ein trockener Liegeplatz im Winter eine größere Rolle bei der Thermoregulierung der Schweine spielen. Daher wurden unter anderem mehr Überdachungen und ein gut eingestreuter Liegebereich vorgeschlagen. Der Liegebereich soll bieten: · Einen schattigen und weichen Liegeplatz im Sommer · Schutz und Liegemöglichkeiten sowie eine isolierende Unterlage im Winter Schatten spielte auch in den Diskussionen eine große Rolle. Mehrere Produzenten berichteten von Sonnenbrand bei Mastschweinen, insbesondere bei hellen Tieren. Daher wurden sowohl mehr Schatten als auch die Einrichtung von Schlammbecken als mögliche Lösungen genannt, sofern sie ohne neue Umweltprobleme umgesetzt werden können. Im Winter sind Schlammbecken nicht notwendig, und es ist wichtig, dass das Schlammbecken in einen Aktivitätsbereich umgewandelt werden kann, sodass es den Schweinen auch in der kalten Jahreszeit einen Nutzen bietet. Schlammbecken können beispielsweise durch eine Kante und eine Matte unter den Sprinklern eingerichtet werden, wobei die Erde mehrmals täglich bewässert wird. Das Erdmaterial verwandelt die Wasserstelle in ein Schlammbecken, das die Schweine kühlt, Sonnenschutz bietet und ihnen die Möglichkeit gibt, im Boden zu scharren. Das Scharren im Boden ist eine Aktivität, die viele Schweine sehr motiviert. Im Winter kann die Matte im Becken entfernt und beispielsweise Holzspäne oder anderes Material zum Scharren hinzugefügt werden. So dient der Bereich im Winter ausschließlich als Scharrbereich, während er im Sommer sowohl als Schlammloch als auch als Scharrkamm genutzt wird. Ein gutes Ruheareal bringt die Schweine nach draußen Ein attraktives Ruheareal ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Schweine sich draußen aufhalten. Daher spielte die Gestaltung des Ruhebereichs im Workshop eine große Rolle. Die Teilnehmer waren sich einig, dass ein weicher und trockener Liegeplatz unter einem Halbdach den Auslauf das ganze Jahr über attraktiver machen kann. Gleichzeitig muss der Ruhebereich deutlich vom Bereich getrennt sein, in dem die Schweine scharren und gären. Wird die Einstreu zu groß, besteht die Gefahr, dass die Schweine in Teilen gären. Umgekehrt kann ein größerer Ruhebereich Aggressionen zwischen den Schweinen verringern, sodass ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Anforderungen gefunden werden muss. Mehrere Teilnehmer schlugen vor, die Größe des Ruhebereichs an die Größe der Schweine im Verlauf der Produktion anzupassen. Es wurden auch Lösungen mit Ein- und Ausgängen an beiden Enden des Liegebereichs vorgeschlagen, damit die Schweine nicht im hinteren Bereich eingeklemmt werden und dort gären. Zudem wurde betont, dass das Material des Liegebereichs einheitlich sein sollte und nicht zu Scharrverhalten einladen darf. Sand im Sommer und Stroh im Winter wurden als Materialien genannt. Mehrere Teilnehmer wiesen außerdem darauf hin, dass die Schweine gerne an einer Wand liegen, wo sie sich geschützt fühlen. Eine weitere Idee war ein Ruhebereich unter einer erhöhten Plattform. Die Plattform bietet Schatten im Ruhebereich und kann beispielsweise mit Bürsten zur Hautpflege ausgestattet werden. Gleichzeitig schafft die Plattform Abwechslung in der Umgebung der Schweine. Sie kann auf Rollen gestellt und mit Ankern am Boden befestigt werden. Die Position der Plattform kann so zusätzliche Abwechslung schaffen, und die Möglichkeit, sie zu verschieben, erleichtert die Reinigung des Bereichs. Frisches Scharrmaterial erhält das Interesse Scharren ist ein wichtiger Teil des natürlichen Verhaltens der Schweine, aber die Workshop-Teilnehmer waren sich einig, dass die Schweine schnell das Interesse verlieren, wenn das Material Tag für Tag gleich bleibt. Daher wurden Lösungen vorgeschlagen, bei denen Scharrmaterial wie Stroh, Zweige, Kompost, frisches Gras, Erde oder Holzspäne laufend ausgetauscht oder ergänzt wird. Mehrere Teilnehmer betonten auch, dass die Schweine motiviert sind, ein bisschen Arbeit zu leisten, um eine Belohnung zu erhalten – beispielsweise durch das Suchen nach Futter oder das Aktivieren einfacher Beschäftigungselemente. Längere Beschäftigungszeiten können zudem Aggressionen zwischen den Schweinen mindern. Die Schweine können beispielsweise durch eine aufgehängte Kugel aktiviert werden, die nicht verschmutzt wird. Die Kugel kann Karotten oder eine andere Belohnung enthalten, bei der die Schweine arbeiten müssen, um an die Belohnung zu gelangen. Der Inhalt kann variieren, um einen Überraschungseffekt zu gewährleisten, und die Kugel kann eventuell nur zeitweise verfügbar sein. Kleine Details können das Gärverhalten beeinflussen Der Workshop zeigte auch, wie komplex das Verhalten der Schweine ist. Schweine meiden typischerweise, in der Nähe funktionaler Ressourcen zu gären. Zum Beispiel gären Schweine meist nicht dort, wo sie fressen. Das bedeutet, dass die Platzierung funktionaler Ressourcen (z.B. Grobfutter) aktiv in die Gestaltung des Auslaufs eingebunden werden kann. Allerdings ist es wichtig, dass die Ressourcen eine Funktion für die Schweine haben. Sie müssen attraktiv sein, weshalb es wichtig ist, z.B. Grobfutter regelmäßig in kleinen Mengen zu füttern, damit die Schweine das Interesse nicht verlieren. Die Teilnehmer wiesen außerdem darauf hin, dass Schweine oft gären, direkt nachdem sie sich aus einer Ruhephase erhoben haben, und häufig nur kurze Strecken vom Ruhebereich zum Gärbereich zurücklegen. Einige meinten auch, dass Schweine oft eine kleine Abkürzung nehmen, um zu gären, wenn sie von einem Punkt zum anderen unterwegs sind. Daher ist es entscheidend, sowohl die Transportwege der Schweine als auch die Möglichkeiten, den Bereich zu reinigen, bei der Gestaltung des Auslaufs zu berücksichtigen. Nächste Schritte sind praktische Tests Der Workshop markiert den Beginn der Entwicklungsarbeit im Rahmen von PENMAP, und die vielen Ideen sollen nun in konkrete Lösungen umgesetzt werden, die zunächst in einer Pilotphase bei einem Produzenten getestet werden. Während des Pilotversuchs besteht die Möglichkeit, die verschiedenen Zonen anzupassen und zu optimieren, die im Auslauf eingerichtet werden. Anschließend folgt eine wissenschaftliche Untersuchung, um die Bedeutung mehrerer funktionaler Zonen im Auslauf für das Tierwohl und die Nutzung des Auslaufs durch die Schweine zu dokumentieren. Das Projekt läuft bis Anfang 2029, und das Ziel ist, die zukünftigen Ausläufe zu entwickeln, bei denen hohes Tierwohl und Umweltaspekte Hand in Hand gehen – zum Wohle der Schweine, der Produzenten und der Umwelt.
Von: Linda Rosager Duve, Kommunikationsmitarbeiterin, Innovationszentrum für ökologische Landwirtschaft
Ökologische Mastschweine haben das ganze Jahr über Zugang zu einem Auslauf, und es besteht ein großes Potenzial, diesen zu verbessern.
Ein Auslauf besteht typischerweise aus einer Betonfläche, bei der mindestens die Hälfte der Fläche fest verlegt ist und der Rest mit Spalten versehen ist. Der Auslauf ist meist teilweise überdacht, sodass die Schweine die Möglichkeit haben, nach draußen zu gehen, frische Luft, Tageslicht zu bekommen und gleichzeitig trocken zu bleiben.
Der Auslauf dient sowohl als Aufenthalts-, Ruhe- und Aktivitätsbereich, aber die Schweine nutzen nicht unbedingt alle Bereiche so, wie es vorgesehen ist. Das kann bedeuten, dass sie an denselben Stellen ruhen, scharren und gären, was sowohl das Tierwohl beeinträchtigen als auch das Risiko der Ammoniakverdampfung erhöhen kann.
Die zukünftige Gestaltung des Auslaufs soll stärker darauf ausgerichtet sein, dass die Schweine auf natürliche Weise verschiedene Bereiche für Ruhe, Aktivität und Güllegang wählen. Das kann sowohl das Tierwohl stärken als auch die Umweltbelastung verringern. Aber wie optimieren wir den Außenbereich, damit er besser den Bedürfnissen der Schweine entspricht, und wie motivieren wir die Schweine, das Areal richtig zu nutzen?
Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Workshops, der kürzlich vom Innovationszentrum für ökologische Landwirtschaft im Projekt PENMAP veranstaltet wurde, bei dem Forscher, ökologische Mastschweineproduzenten und Berater gemeinsam die zukünftige Gestaltung des Auslaufs entwickeln sollen.
Die Teilnehmer des Workshops brachten eine Vielzahl von Ideen ein, wie der Auslauf so gestaltet werden kann, dass er das natürliche Verhalten der Schweine unterstützt, die Umwelt berücksichtigt und gleichzeitig für die Produzenten handhabbar bleibt.
Der Außenbereich soll die Schweine zum Auslauf einladen
Ökologische Mastschweine haben, wie gesagt, Zugang zu einem Auslauf, aber die Gestaltung ist entscheidend dafür, wie die Schweine ihn nutzen.
Ein Hauptpunkt des Workshops war, dass der Auslauf für die Schweine intuitiv erkennbar machen soll, wo sie ruhen, aktiv sein und gären können. Wenn es gelingt, die verschiedenen Verhaltensmuster zu trennen, kann dies sowohl das Tierwohl verbessern als auch die Ammoniakverdampfung aus dem Auslauf leichter begrenzen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Lösungen nicht nur die Güllehaltung in den Stall verlagern.
Die Bedürfnisse der Schweine ändern sich mit den Jahreszeiten
Die Diskussion im Workshop führte zu dem Schluss, dass Schatten, Belüftung, Überbrühung und andere Kühlmöglichkeiten im Sommer entscheidend sind, während Schutz und ein trockener Liegeplatz im Winter für die Thermoregulierung der Schweine wichtiger werden. Daher wurden unter anderem mehr Überdachungen und ein gut eingestreuter Liegebereich vorgeschlagen.
Der Liegebereich sollte bieten:
· einen schattigen und weichen Liegeplatz im Sommer
· Schutz und eine isolierende Unterlage im Winter
Schatten spielte ebenfalls eine große Rolle in den Diskussionen. Mehrere Produzenten berichteten von Sonnenbrand bei Mastschweinen, insbesondere bei hellen Tieren. Daher wurden sowohl mehr Schatten als auch die Einrichtung von Schlammbecken als mögliche Lösungen genannt, sofern sie ohne neue Umweltprobleme integriert werden können. Im Winter sind Schlammbecken nicht notwendig, daher ist es wichtig, dass das Schlammbecken-Gelände in eine Aktivitätszone umgewandelt werden kann, sodass es den Schweinen auch in der kalten Jahreszeit einen Nutzen bietet.
Schlammbecken können z.B. durch eine Kante und eine Matte unter den Sprinklern eingerichtet werden, wobei die Erde mehrmals täglich bewässert wird. Das Erdmaterial macht die Wasserpfütze zu einem Schlamm- oder Matschbad, das die Schweine kühlt, Sonnenschutz bietet und ihnen das Scharren im Boden ermöglicht. Das Scharren im Boden ist eine Aktivität, die viele Schweine sehr motiviert.
Im Winter kann die Matte im Becken entfernt werden, und es können beispielsweise Holzspäne oder anderes Scharrmaterial hinzugefügt werden. So dient das Gebiet im Winter ausschließlich als Scharrbereich, während es im Sommer sowohl als Schlammloch als auch als Scharrkamm genutzt wird.
Ein gutes Ruheareal bringt die Schweine nach draußen
Ein attraktives Ruheareal ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Schweine sich draußen aufhalten. Daher spielte die Gestaltung des Ruhebereichs im Workshop eine große Rolle. Die Teilnehmer waren sich einig, dass ein weicher und trockener Liegeplatz unter einem Halbdach den Auslauf das ganze Jahr über attraktiver machen kann. Gleichzeitig muss der Ruhebereich deutlich vom Bereich getrennt sein, in dem die Schweine scharren und gären. Wird das eingestreute Areal zu groß, besteht die Gefahr, dass die Schweine anfangen, in Teilen davon Gülle zu produzieren. Umgekehrt kann ein größeres Ruheareal Aggressionen zwischen den Schweinen verringern, sodass ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Anforderungen gefunden werden muss.
Mehrere Teilnehmer schlugen vor, die Größe des Ruhebereichs an die Größe der Schweine im Verlauf der Produktion anzupassen. Es wurden auch Lösungen mit Ein- und Ausgängen an beiden Enden des Liegebereichs vorgeschlagen, damit die Schweine nicht im hinteren Bereich eingeklemmt werden und dort Gülle produzieren. Zudem wurde betont, dass das Material des Liegebereichs einheitlich sein sollte und nicht zu Scharrverhalten einladen darf. Sand im Sommer und Stroh im Winter wurden als Materialien genannt. Mehrere Teilnehmer wiesen außerdem darauf hin, dass die Schweine gerne an einer Wand liegen, wo sie sich geschützt fühlen.
Eine weitere Idee war ein Ruhebereich unter einer erhöhten Plattform. Die Plattform bietet Schatten im Ruhebereich und kann z.B. mit Bürsten zur Hautpflege ausgestattet werden. Zudem schafft die Plattform Abwechslung in der Umwelt der Schweine. Sie kann auf Rädern stehen und mit Ankern am Boden befestigt werden. Die Platzierung der Plattform kann so zusätzliche Abwechslung schaffen, und die Möglichkeit, sie zu verschieben, erleichtert die Reinigung des Bereichs.
Frisches Scharrmaterial erhält das Interesse
Scharren ist ein wichtiger Teil des natürlichen Verhaltens der Schweine, aber die Workshop-Teilnehmer waren sich einig, dass die Schweine schnell das Interesse verlieren, wenn das Material Tag für Tag gleich bleibt.
Deshalb wurden Lösungen vorgeschlagen, bei denen Scharrmaterial wie Stroh, Zweige, Kompost, frisches Gras, Erde oder Späne laufend ausgetauscht oder ergänzt wird. Mehrere wiesen auch darauf hin, dass die Schweine motiviert sind, ein bisschen Arbeit zu leisten, um eine Belohnung zu erhalten – beispielsweise durch das Suchen nach Futter oder das Aktivieren einfacher Beschäftigungselemente. Längere Beschäftigungszeiten können zudem Aggressionen zwischen den Schweinen dämpfen.
Die Schweine können z.B. mit einer aufgehängten Kugel aktiviert werden, die nicht verschmutzt werden kann. Die Kugel kann Karotten oder eine andere Belohnung enthalten, für die die Schweine arbeiten müssen, um sie zu erhalten. Der Inhalt kann variiert werden, um einen Überraschungseffekt zu gewährleisten, und die Kugel kann ggf. nur zeitweise verfügbar sein.
Kleine Details können das Gülleverhalten beeinflussen
Der Workshop zeigte auch, wie komplex das Verhalten der Schweine ist. Schweine vermeiden es in der Regel, in der Nähe funktionaler Ressourcen zu gären. Zum Beispiel gären Schweine typischerweise nicht dort, wo sie fressen. Das bedeutet, dass die Platzierung funktionaler Ressourcen (z.B. Raufutter) aktiv in die Gestaltung des Auslaufs eingebunden werden kann. Allerdings ist es wichtig, dass die Ressourcen eine Funktion für die Schweine haben. Sie müssen attraktiv sein, weshalb z.B. Raufutter regelmäßig in kleinen Mengen verteilt werden sollte, damit die Schweine das Interesse nicht verlieren.
Die Teilnehmer wiesen außerdem darauf hin, dass Schweine oft gären, kurz nachdem sie sich aus einer Ruhephase erhoben haben, und häufig nur kurze Strecken vom Ruhebereich zum Güllestand zurücklegen. Einige meinten auch, dass Schweine oft eine kleine Abkürzung nehmen, um zu gären, wenn sie von einem Punkt zum anderen unterwegs sind. Daher ist es entscheidend, sowohl die Transportwege der Schweine als auch die Möglichkeiten zum Güllen im Design des Auslaufs zu berücksichtigen.
Der nächste Schritt ist die praktische Erprobung
Der Workshop markiert den Beginn der Entwicklungsarbeit im Rahmen von PENMAP, und die vielen Ideen sollen nun in konkrete Lösungen umgesetzt werden, die zunächst in einer Pilotphase bei einem Produzenten getestet werden. Während des Pilotversuchs besteht die Möglichkeit, die verschiedenen Zonen anzupassen und zu optimieren, die im Auslauf eingerichtet werden. Anschließend folgt eine wissenschaftliche Erprobung, um die Bedeutung der verschiedenen funktionalen Zonen für das Tierwohl und die Nutzung des Auslaufs durch die Schweine zu dokumentieren. Das Projekt läuft bis Anfang 2029, und das Ziel ist, die zukünftigen Ausläufe zu entwickeln, bei denen hohes Tierwohl und Umweltaspekte Hand in Hand gehen – zum Nutzen der Schweine, der Produzenten und der Umwelt.