Ihr unterschätzt, WIE extrem die AfD ist: zu rechts für andere Rechtsaußen-Parteien!

Volksverpetzer
Ihr unterschätzt, WIE extrem die AfD ist: zu rechts für andere Rechtsaußen-Parteien!

Die AfD steht nicht nur wegen ihrer Forderungen zur sogenannten „Remigration“ am äußersten Rand des Rechtsextremismus. Verbindungen zu militanten Strukturen, nationalsozialistische Bezüge und territoriale Expansionsfantasien werfen eine grundsätzliche Frage auf: Wird die Partei weiterhin unterschätzt?

Dass die AfD eine rechtsextreme Partei ist, ist nicht neu. Sie ist aber noch extremer, als du vielleicht denkst. Sie ist so extrem, dass sogar auf Europaebene andere – ebenfalls sehr rechte – Parteien nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen. Die AfD wirbt inzwischen offen für die Vertreibung von Millionen Menschen – teilweise auch von deutschen Staatsangehörigen mit Migrationshintergrund – unter dem Neonazi-Begriff „Remigration“. Und das ist nur das i‑Tüpfelchen. Die Radikalität der AfD äußert sich nicht nur im Programm, sondern bereits bei einzelnen Mitgliedern – konkret bei ihrer Gewaltbereitschaft.

Ein Beispiel hierfür ist die Verwicklung von AfD‑Politiker:innen in das Terrornetzwerk Nordkreuz oder die Einnahme von rechtsextremen Feiertagen zur Verbreitung von völkischem Gedankengut. Zuletzt fiel ein AfD-Jugendfunktionär sogar auf, weil er eine Karte veröffentlichte, auf der die angestrebte Expansion Deutschlands skizziert ist. All diese Beispiele zeigen: Die AfD befindet sich am äußersten Rand des Rechtsextremismus. Sie will die deutsche Demokratie, wie wir sie kennen, aushebeln. Sie ist offen menschen- und verfassungsfeindlich. Auf dem Weg zum Ziel schreckt sie vor nichts zurück. Offenbar nicht vor Assoziation mit Gewalt und anscheinend auch nicht vor nationalsozialistischer Ideologie.

Rechtsextreme AfD: Sogar zu rechtsextrem für andere Rechtsextreme

Selbst anderen rechtsextremen Parteien auf europäischer Ebene ist die AfD zu extrem – zu diesem Schluss kommt auch eine Analyse von Belltower-News. Ausschlaggebend hierfür sind nicht nur die Positionen der AfD, sondern auch, wie sich die Partei und ihre Mitglieder verhalten. An sich gibt es unter Europas extrem rechten Parteien viele Überschneidungen, zum Beispiel bei der Haltung zur EU oder gegenüber Migration. Zwei Beispiele sind die italienische Lega und das französische Rassemblement National. Der Unterschied: Diese beiden Parteien zeigen immerhin eine Bereitschaft, mit anderen Parteien zusammenzuarbeiten, oder sich zumindest strategisch zu mäßigen. In Frankreich hatte die ehemalige Parteivorsitzende des Rassemblement National, Marine Le Pen, in den Zeiten ihres Parteivorsitzes mit einer "Entdiabolisierung" der Partei begonnen. Das Ziel: die Partei gemäßigter, modern und damit anschlussfähiger erscheinen lassen. Das kann auch nur Show sein, warnen einige.

Unabhängig davon: Die AfD dagegen greift ganz offen die etablierten Medien sowie die Wissenschaftsfreiheit an und fordert öffentlich unter dem verfassungsfeindlichen Kampfbegriff “Remigration” die millionenfache Vertreibung von vermeintlich fremden Menschen aus Deutschland. Darunter offensichtlich auch deutsche Staatsbürger:innen. Dazu später mehr. Eine solche Forderung erheben wenige andere Rechtsaußenparteien in Europa so offen. (Die österreichische FPÖ ist da eine solche Ausnahme). Le Pen distanzierte sich sogar konkret vom Konzept der "Remigration" und erklärte, ihre Partei stehe „da in einem krassen Gegensatz zur AfD“.

In Deutschland schließen noch alle etablierten Parteien eine Koalition mit der AfD aus. Auch wenn die Union in Teilen daran arbeitet, diese Brandmauer (und sich selbst) abzuschaffen. Auch auf europäischer Ebene rückten einige der übrigen rechtsradikalen Parteien von ihr ab. Kurz vor der Europawahl 2024 schloss die ID-Fraktion im Europaparlament – der auch die italienische Lega und das Rassemblement National angehören – die AfD sogar aus ihren Reihen aus. Das spricht eigentlich Bände.

https://volksverpetzer.de/analyse/plan-afd-union-setzt-um/

Die AfD ist besonders extrem

Und nicht nur andere rechtsextreme Parteien distanzieren sich von der AfD. Auch ehemaligen AfD-Mitgliedern ist die Partei mittlerweile zu radikal. So erklärte der Ex-Vorsitzende der AfD, Jörg Meuthen: "Die Radikalen haben die Kontrolle über die AfD übernommen". Der AfD-Ex-Vize-Landeschef von Niedersachsen, Christopher Emden, bezeichnete die AfD als "Abgrund für Deutschland". Weitere Zitate von AfD-Aussteiger:innen findet ihr in diesem Artikel:

https://volksverpetzer.de/aktuelles/afd-aussteiger-zitate-rechtsextrem/

Dass die AfD anderen Rechtsradikalen zu rechtsextrem ist, macht diese Personen oder Parteien natürlich keineswegs demokratisch oder harmlos. Es zeigt aber, wie weit die AfD mit ihrer offenen Radikalität geht. Während andere Rechtsaußen-Parteien versuchen, ihre extremen Positionen mindestens hinter einem gemäßigteren Auftritt zu verbergen und politisch anschlussfähig zu erscheinen, rückt die AfD ihre eigene Radikalität bewusst in den Vordergrund. Damit geht sie weit über das hinaus, was selbst Teile der europäischen extremen Rechten für politisch vermittelbar halten.

Den Ausschluss aus der europäischen ID-Fraktion und die Distanzierung von Ehemaligen hat die AfD ihrer nicht vorhandenen Mäßigung und offenen Radikalität zu verdanken. Wie sich diese Radikalität äußert, erläutern wir in diesem Artikel.

Rassistisches Konzept der „Remigration“

Vorhin haben wir einen Begriff genannt, den die rechtsextreme AfD inzwischen gerne zur Beschreibung ihrer Pläne nutzt: „Remigration“. Der "Geheimplan gegen Deutschland" wurde im Januar 2024 durch eine Correctiv-Recherche aufgedeckt. Beim Geheimtreffen war ebenfalls dabei: der Neonazi und Rechtsextremist Martin Sellner. Dieser stellte auf dem Geheimtreffen im November 2023 sein Konzept von Remigration vor. Demnach sei der konkrete Plan der AfD, millionenfach vermeintlich fremde Menschen aus Deutschland zu vertreiben – offenbar auch Menschen mit der deutschen Staatsangehörigkeit!

Das verfassungsfeindliche Konzept zielt darauf, Menschen massenweise zum Verlassen Deutschlands zu bewegen. Der Staatsbürgerschaft messe er dabei keine Bedeutung bei, es gehe um “hohen Anpassungsdruck” durch “maßgeschneiderte Gesetze”. Das Ganze sei ein “Jahrzehnteprojekt”. Ein solcher Plan würde den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes untergraben. Aber dass Rechtsextreme öfter mal Konflikte mit Gesetzen haben und sich nicht gerne an sie halten, kann man auch am Verhalten der einzelnen Mitglieder und Unterstützer:innen erkennen (dazu später mehr).

"Remigration" wird mehrfach offen gefordert

"Remigration" ist für die AfD aber mehr als nur ein Kampfbegriff, der mal auf einem Treffen voller Rechtsextremer gefallen ist. Mehrere Beispiele zeigen: Die AfD träumt nicht nur von "Remigration", sondern hat schon konkrete Umsetzungspläne. Im Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt wird die "Einleitung einer Abschiebe- und Remigrationsoffensive" gefordert. Die AfD Bayern verabschiedete im November 2024 eine "Bayerische Resolution für Remigration", wonach migrantische Personen aus Deutschland ausgewiesen werden sollen.

Das Bundesverwaltungsgericht stufte das "Remigrationskonzept" im Juni 2025 als „menschenunwürdig“ und damit als verfassungswidrig ein, weil das Konzept zwischen Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund unterscheidet. Diese Einstufung zeigt: Das Konzept ist nicht ein bedeutungsloser, harmloser Punkt in einem Parteiprogramm, sondern ein menschenfeindliches Projekt.

Dass die AfD sich dieses verfassungswidrige Konzept zu eigen macht, zeigt, dass es ihr egal ist, was andere von ihr halten. In einem anderen Artikel sind wir näher auf die fehlende Distanzierung der AfD vom Remigrationskonzept – am Beispiel von Martin Sellners Angriffen auf Volksverpetzer-Anwalt Chan-jo – eingegangen:

https://volksverpetzer.de/aktuelles/afd-vertreibung-anwalt-jun/

Jun ist hier geborener Deutscher. Aber Sellner erklärt, auch er solle "remigriert" werden. Applaus gab es aus der AfD - und eine Distanzierung hörten wir auch trotz Nachfrage nie. Ein Beispiel, das zeigt, dass das Konzept der "Remigration" (sowie das Interesse der AfD daran) zentraler als vor zwei Jahren ist, ist ein Gespräch von Martin Sellner mit der brandenburgischen AfD-Landtagsabgeordneten Lena Kotré.

AfD hat kein Problem mit Rassismus

Der Moderator der Gesprächsrunde fragt beide, wie sie zu dem Rassismusvorwurf, der im Zusammenhang mit den Remigrationsplänen aus dem linken Spektrum komme, stehen. Sellner sagt dazu: "Die Mehrheit im eigenen Land bleiben zu wollen – das (...) hat nichts mit Rassismus zu tun. Und wir sehen: Alle Länder der Welt dürfen das: Japan den Japanern, Grönland den Grönländern, aber nur hier wird genau diese defensive Haltung als offensiver Rassismus ausgelegt. Das ist eigentlich ja antiweißer Rassismus." Natürlich ist das eine absichtlich verharmlosende und falsche Darstellung.

Kotré bezieht sich in ihrer Erläuterung konkret auf "arabisch-muslimische" Personen und verbreitet Lügen - zumindest was die Sicherheit und Kriminalität in Deutschland angeht: "Wir haben ein massives (...) Gewaltproblem mit diesen Einwanderern. (...) Wenn das Rassismus ist, dann ist es eben Rassismus. Dann bin ich eben ein Rassist." Dass sie eine lupenreine Rassistin ist, weil sie Menschen aufgrund ihrer Herkunft dämonisiert, ist allerdings ausnahmsweise ehrlich.

AfD träumt vom Rassenwahn und Ariernachweis?

Kotré gibt den Anwesenden sogar ein Versprechen für die Umsetzung der Remigration: "Die Frage ist gar nicht, ob, sondern die Frage ist, wann die AfD hier in der Landesregierung sitzt, dann kann ich eins versprechen (...) dann wird abgeschoben, bis die Startbahn glüht." Kotré betont, millionenfache Abschiebungen befürworte sie. Lebten in Deutschland statt über 80 Millionen nur noch 60 Millionen Menschen, wäre das ihrer Ansicht nach verkraftbar.

Hier offenbaren diese Neonazis auch, dass es nicht um Sicherheit geht, sondern um puren Rassenwahn. Denn weder gibt es 20 Millionen Kriminelle in Deutschland, noch sind das überwiegend Nichtdeutsche. Tatsächlich sind natürlich die allermeisten Tatverdächtigen Deutsche. Was es aber gibt: Etwas mehr als 20 Millionen legal und friedlich hier lebende Nichtdeutsche und deutsche Staatsbürger:innen mit Migrationshintergrund. Kotré will offenbar jeden aus dem Land werfen, der nicht „reinrassiger“ Deutscher ist. Egal ob Staatsbürger:in, kriminell oder nicht. Der Ariernachweis wäre wieder da. Es gab keine Distanzierung der Parteispitze von diesem Gespräch und keinen Rauswurf Kotrés.

Das Gespräch zwischen Kotré und Sellner zeigt: Angehörige der rechtsextremen AfD haben kein Problem damit, sich offen faschistisch zu zeigen. Auch so eine Nummer würden sich die meisten rechtsextremen Parteien aus anderen europäischen Ländern wahrscheinlich nicht erlauben. Hinzu kommt, dass diese rechtsextremen Narrative in vermeintlich lockere, entspannte Gesprächsrunden eingebettet sind. Die Gefahr hiervon ist, dass solche verfassungsfeindlichen Einstellungen auf diese Weise normalisiert und als vertretbar verkauft werden.

Radikale Forderungen und Verbindungen: Beispiele aus der Partei

Auch ein Blick auf einzelne AfD-Funktionär:innen auf Bundes- und Länderebene zeigt: Von Zurückhaltung kann keine Rede sein. Ein Beispiel dafür, wie weit es die rechtsextreme AfD treiben kann, ist ihre Verbindung zu terroristischen Vereinigungen wie der Terrorgruppe Nordkreuz. In einem anderen Artikel haben wir ausführlicher darüber berichtet. Hier eine Zusammenfassung: Das Netzwerk flog 2017 auf. Bei Durchsuchungen der Wohnungen von sechs Mitgliedern fanden die Ermittler Waffen, tausende Schuss Munition und Bestellungen von Leichensäcken und Löschkalk, dazu Listen mit Adressen politischer Gegner:innen. Gegründet hatte die Gruppe der ehemalige SEK-Beamte Marko G.

https://volksverpetzer.de/analyse/neonazi-terror-afd-mecklenburg-vorpommern/

Eine Zeugenaussage brachte Marko G. mit dem AfD-Lokalpolitiker Philip Steinbeck in Verbindung. Laut Untersuchungsausschuss organisierte Steinbeck Veranstaltungen, deren Zielgruppe unter anderem AfD- und Nordkreuzmitglieder waren. Bei einer Razzia im August 2024 stellten die Behörden bei ihm große Mengen an Waffen, Munition und Sprengstoff sicher. Steinbeck sitzt für die AfD im Kreistag Ludwigslust-Parchim. Bekannt wurde er durch ein Video, das ihn dabei zeigt, wie er Jugendliche auf allen Vieren kriechen lässt, nach ihnen tritt und sie auffordert, eine Deutschlandfahne vom Boden aufzuheben und abzulecken, was diese auch taten. Ja, du hast richtig gelesen.

Weitere Beispiele für Gewaltbereitschaft von AfD-Anhänger:innen

Auch die militante Vereinigung "Sächsische Separatisten" hat Bezüge zur rechtsextremen AfD. Nach Erkenntnissen der Bundesstaatsanwaltschaft ist die Gruppe von rassistischen und apokalyptischen Vorstellungen geprägt. Ihre Mitglieder lehnten die freiheitlich-demokratische Grundordnung ab. Im November 2024 wurde die Gruppe bei einer Razzia zerschlagen. Acht Verdächtige wurden festgenommen, im Januar 2026 begann der Prozess. Drei der Verdächtigen waren auf der lokalen Ebene politisch für die AfD aktiv.

In Stendal soll im August 2026 der AfD-Europaabgeordnete Arno Bausemer zwei Jugendliche konfrontiert haben, die zuvor versucht haben sollen, Wahlwerbung der AfD zu beschädigen. Nach Polizeiangaben kam dabei ein Schlagwerkzeug zum Einsatz. Ein 14-Jähriger musste im Krankenhaus behandelt werden.

Der frühere JVA-Beamte Daniel Zabel, zeitweise Beisitzer im AfD-Landesvorstand Sachsen, wurde im September 2023 wegen rassistischer Misshandlungen in der JVA Dresden zu 16 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Verbreitung von rechtsextremem Gedankengut auf Sonnenwendfeiern

Wie extrem die AfD ist, äußert sich auch darin, wie sie Feierlichkeiten für sich einnimmt und benutzt, um Menschen für ihre Zwecke zu begeistern. Auf einer Sonnenwendfeier im Juni 2024 im sächsischen Strahwalde sangen AfD-Lokalpolitiker Hitlerjugend-Lieder und ehrten einen SS‑Standartenführer. Diese Berichte erinnern stark an Feiern im Nationalsozialismus. Nach 1933 feierten vor allem die Hitlerjugend, aber auch andere NS-Organisationen die Sommersonnenwende.

Expansionsfantasien der AfD

Zuletzt fiel ein Funktionär der AfD-Jugendorganisation “Generation Deutschland”, Luca Maurice Strauf, mit einem Post auf, der ebenfalls an nationalsozialistisches Gedankengut erinnert. Unter dem Namen “Helmut Strauf GD/AfD” schrieb Strauf am 3. Oktober in seinem Post, deutsche Einheit bedeute einen Staat für das gesamte deutsche Volk. Die deutsche Wiedervereinigung bezeichnete er in diesem Zusammenhang als “Etappen-Sieg”.

Screenshot x.com

Darunter fand sich eine Karte Mitteleuropas, auf der neben Deutschland weitere Gebiete eingefärbt waren: Österreich, Luxemburg sowie Teile Polens, Tschechiens, Ungarns, der Schweiz, Rumäniens, Frankreichs und Dänemarks. In Ungarn und Rumänien stand das Wort “Deutsche”. Die Karte wurde schnell wieder gelöscht und Strauf trat zurück. Der besorgniserregende Eindruck bleibt jedoch.

Rechtsextreme AfD auch laut Wissenschaft gefährlich

Dass die AfD rechtsextrem und gefährlich ist, ist nicht einfach eine subjektive Meinung. Auch die Wissenschaft hält die AfD für rechtsextremistisch. Laut Rechtsextremismusforscher Matthias Quent im Interview mit der Tagesschau ist die AfD Sachsen-Anhalt eine der "extremsten Rechtsaußenparteien Europas." Ein Großteil der AfD-Wähler:innen halte hingegen nicht die AfD, sondern die Parteien der Mitte für extrem. Die AfD profitiere davon, dass sie Teil des politischen Alltags und sozial verankert sei. Außerdem erklärt Quent: "Die Illusion, Deutschland habe aus dem Nationalsozialismus ein für alle Mal gelernt, liegt in Trümmern."

Die Medien können aufhören, von einer “in Teilen rechtsextremen” Partei zu sprechen. Der Verfassungsschutz ist nicht das A und O in dieser Einteilung. Man muss nicht auf die Einordnung einer Behörde oder auf ein Gerichtsverfahren warten, um zu erkennen, dass die AfD eine Gefahr für die Demokratie ist.

Laut der bpb richtet sich Rechtsextremismus gegen die Gleichwertigkeit aller Menschen. Weil diese ein zentrales Prinzip des Grundgesetzes ist, ist Rechtsextremismus verfassungsfeindlich. Dass die rechtsextreme AfD hinter dem "Remigrationskonzept" steht, verdeutlicht, wie egal ihr ein Großteil der Menschen und das Grundgesetz sind.

AfD wird immer noch unterschätzt

Die Leute unterschätzen immer noch, wie extrem die AfD ist. Sie ist nicht einfach eine weitere rechtsextreme Partei, die in der Migrationspolitik etwas weiter rechts steht als andere. Die Beispiele in diesem Artikel zeigen ein anderes, erweitertes Bild: AfD-Funktionär:innen stehen mit militanten Neonazi-Strukturen in Verbindung, führende AfD-Politiker:innen werden offen für eine sogenannte "Remigration", die auch deutsche Staatsbürger:innen treffen soll. Hinzu kommen völkische Vorstellungen von Zugehörigkeit, die Verklärung nationalsozialistischer Traditionen und nationalistische Fantasien von territorialer Expansion.

Das sind keine voneinander losgelösten Einzelfälle, die man als Ausrutscher einzelner Mitglieder abtun könnte. Wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft zu Bürger:innen zweiter Klasse macht, ihnen die Zugehörigkeit zum eigenen Land abspricht oder sie aus der Gesellschaft verdrängen will, greift die fundamentalen Prinzipien einer Demokratie an. Die Gleichheit aller Menschen und die gleichen Grundrechte für alle Bürger:innen sind nicht verhandelbar.

Deshalb muss auch die Frage nach einem möglichen Verbot der AfD ernsthaft geprüft werden. Es gibt genug konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die rechtsextreme AfD die freiheitlich-demokratische Grundordnung bekämpft. Eine Mehrheit der Bevölkerung fordert auch eine Prüfung durch das Bundesverfassungsgericht, auch unter Unionsanhänger:innen. Die Unionsspitze blockiert bisher ohne gute Argumente.

https://volksverpetzer.de/aktuelles/umfrage-mehrheit-afd-verbot/

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